Unabhängig vom Goldpreis: HSBC erwartet steigende Platin- und Palladiumpreise

Platinbarren

Platinbarren

Eine lebhafte Automobilnachfrage und die stagnierende Minenproduktion dürften nach Ansicht der HSBC im kommenden Jahr den Preis für Metalle der Platingruppe steigen lassen.

Allerdings senkten die Analysten ihre bisherige Preisprognose für Platin, während sie diese für Palladium unverändert ließen. Wie die Banker weiter ausführten, gehen sie angesichts der fundamentalen Entwicklung am Markt für Platinmetalle davon aus, dass diese sich verstärkt vom Einfluss des Goldpreises befreien werden.

Die HSBC erwartet 2014 einen Platinpreis von 1.625 USD pro Unze nach zuvor 1.725 USD. Für das ablaufende Jahr 2013 geht die Bank nun von 1.500 statt wie zuvor 1.580 USD je Unze aus. Die Prognose für den Palladiumpreis ließen die Experten bei 750 USD für 2013 und bei 825 USD je Unze für das kommende Jahr.

Der Platinpreis wird oft von den Bewegungen des Goldpreises beeinflusst und wurde deshalb dieses Jahr von diesem mit nach unten gezogen, erklären die Banker. 2014 aber, so die HSBC erwarte man, dass Platin steigt – egal was der Goldpreis macht.

Das, so die Analysten, liege unter anderem am von ihnen erwarteten Rekorddefizit von 889.000 Unzen dieses und von 402.000 Unzen kommendes Jahr. Bislang, erläutert die HSBC, hätten Lagerbestände, die größer sein könnten als bislang gedacht, das Angebotsdefizit aus der Produktion ausgeglichen. Der nur gering erwartete Anstieg des Angebots aus der Minenproduktion im kommenden Jahr werde aber nicht in der Lage sein, mit dem Wachstum der Nachfrage aus der Industrie – insbesondere der Automobilindustrie – Schritt zu halten. Der von der HSBC erwartet Rückgang des Defizits 2014 werde vor allem darauf zurückzuführen sein, so die Experten, dass die Nachfrage nach dem neue Platin-ETF aus Südafrika auf hohem Niveau stagnieren dürfte. Man rechne aber weiter damit, dass das knappe Angebot die Preise auch in Zukunft treiben werde.

In Bezug auf Palladium rechnen die HSBC-Analysten für dieses Jahr mit einem Defizit am Markt von 522.000 Unzen. Dieses werde sich 2014 auf 1,06 Mio. Unzen ungefähr verdoppeln, so die Experten. Diese Annahme basiere auf der steigenden Nachfrage aus dem Automobilsektor, sinkenden russischen Lagerbeständen und einem stagnierenden Minenausstoß. Die Aussicht auf einen neuen südafrikanischen Palladium-ETF könnte zudem die Investmentnachfrage steigen lassen, so die HSBC.


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